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Amirgeddon in Pettensiedel

Nicht nur in Illhof, wie in der letzten Ausgabe berichtet, wurden nicht verglühte Teile der altersschwachen, russischen Raumstation "MIR" gefunden. Auch in Pettensiedel gingen einige Teile nieder.

Allerdings handelte es sich hierbei nicht nur um handliche Brotdosen; die Teile, welche etwas mehr als hundert Meter von Wohnhäusern aufschlugen, sind erheblich größer.

Pettensiedel entging nur knapp einer Katastrophe.

Da sich unter den Fundstücken teilweise sehr persönliche Gegenstände der Besatzungsmitglieder befanden, eilten Beamte der alarmierten russischen Raumfahrtbehörde sofort nach ihrer Benachrichtigung an den Fundort, um diese sicherzustellen und nach Baikonur zu bringen.

Dieser gesamte Vorgang unterlag strengster Geheimhaltung. Daher ist es uns erst jetzt möglich, mit dieser Mitteilung an die Öffentlichkeit zu gehen.

Nach dem Aufschlag herbeigeeilte Anwohner hielten die noch heißen Teile auf Fotografien fest. Auch fertigten sie noch vor Eintreffen der Behörden eine Liste der gefundenen Gegenstände an.

2 Aluminiumkoffer mit Inhalt

  • 2 Fotos vom Kreml
  • 1 Kopeke
  • 1 DDR- Pfennig
  • 1 Mausefalle (erstaunlicherweise noch gespannt)
  • 1 UV-Gletscherbrille (ledergefasst)
  • 1 Kondom (wofür auch immer)
  • 1 Gaskocher
  • 1 Geschirrset
  • 1 Kartusche mit Dichtmaterial und Presse

1 Vorrichtung zum Wechseln der verschiedenen Ebenen der Raumstation

1 Handwaschmaschine

1 Solarpanel (0,2 Watt, wahrscheinlich das rechte)

1 Brief (eine Ablichtung findet sich im Anhang; eine Übersetzung kann auf Wunsch nachgeliefert werden)

211 Wörter
1575 Zeichen

Text: Iris Feder
Fotos: Achim Greß

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Der Brief
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